Und Lona, wie im Ertrinken, greift nach dem Gedanken: so ist nun ehrlich die Fehde zwischen uns angesagt — ich will zu den Freunden!
Blut auf der Heide
Gradenwegs rennt Horst nach seinem Ziel. Vom Abendhimmel fällt jetzt ein leichter Schein. Wind hat sich aufgemacht, hat die Wolken ausgesponnen, durch den Dunst schimmert es von der feinen Mondsichel und dem helljubelnden Liebesstern.
Einzelne Gestalten — wie Indianer auf dem Kriegspfad — heben sich vom westlichen Horizont — war das da hinten nicht ein kleiner geschlossener Trupp —? Und in dem schwarzen Kieferngehölz — ein paar mächtige Glühwürmchen zucken hin und her — Taschenlampen — das Waldstück ist besetzt. Die Baracke wird planmäßig eingekreist.
Horst fliegt über die Heide. Bricht ein paarmal in die Knie. Da — Männer vor der Baracke — Kameraden — sie sind auf der Wacht.
Keuchend wankt er vor sie hin. „Raus mit den Maschinen!“
„Gott sei Dank!“ begrüßen sie ihn. Dankwart, Kunz, Gisbert sind da. In Kunz ist das harte Feuer: „Wir werden ihnen die Reißzähne zeigen!“
Jeder bewaffnet sich für alle Fälle mit Pistole und Gewehr. Horst befiehlt: „Warnungsschüsse natürlich. Nur Warnungsschüsse. Bis zum letzten.“ Und noch einmal schärft er ihnen ein: „Bis zum letzten.“
„Heißt, bis die andern uns mit ’ner Kugel holen!“ knurrt Dankwart.
„Schad nix. Sterben wir in Schönheit!“ knurrt Kunz zurück. „An unserer Sisasentimentalität.“