Die Feinde zögern. „Blockhaus — Rothäute. Ganz nickkartermäßig wird einem zu Mut.“
Zu lange zögern die Feinde. Die diesige Luft klärt sich auf. Der Himmel gibt Sternenschein. Jetzt sind nur noch zwei Seiten gefährlich. Das weite Schußfeld der Heide vor ihnen bietet keine Überrumpelungs-, keine Angriffsmöglichkeiten mehr. Wenn die Feinde stürmen, kommen sie den Hang herunter und brechen aus den Knickbüschen zur Rechten.
Und nun — sie brechen aus den Knickbüschen. Horst durchzuckt es: nur von der einen Seite — nicht auch zugleich von den Hügeln — soll das eine Kriegslist sein?
Es war eine List. Diese kleine Schar sollte ablenken. Der Hauptstoß sollte von oben erfolgen —
Tak — tak — tak — tak — tak — das Maschinengewehr gegen die Stürmenden. Dieses tödlich unheimliche Tacken — der scharfe Pendelschlag des Verderbens — die Herzen stocken — die Reihen wanken — Rufe — Schreie — gereckte Arme — wirbelnde Glieder — fliehend stieben sie auseinander.
Jetzt das Gros von der Höhe — mit wildem Hurra — das Brüllen soll das Tak-Tak übertönen. Aber scharf reißen diese Todestaktschläge hindurch — zwei Maschinen auf dieser Seite — sie arbeiten gegeneinander auf — überbieten sich — wetteifern im Verderben —
Wer kann dagegen an! Auch hier stocken die Reihen — wogen durcheinander — fluten zurück — zerflattern in rasender Flucht — über ihnen pfeifen die Kugeln —
Nur ein kleiner Stoßtrupp, fünf, sechs Mann sind mutig vorgestürmt — zwei Handgranaten fliegen — Knall, Rauch, sprühender Sand, Fetzen von Erde — Handgemenge — mit einem Kolbenschlag wirft Horst den nieder, der gegen ihn anspringt.
Die andern werden überwältigt und entwaffnet. Vier Siedler sind getroffen, nicht schwer. Der Gegner von Horst liegt besinnungslos. Die Entwaffneten stehen dumpf, geduckt, verbissen. „Geht nach Haus und grüßt Eure Großmutter!“ sagt ihnen Kunz.
„Wir wollen — unsern Genossen mitnehmen!“ fordert der eine.