Horst hat Umschau gehalten. Von den Feinden ist nichts mehr zu sehen. Sie fluten nach der Stadt zurück. Von denen ist nichts mehr zu besorgen.
Jetzt trat er ruhig zu dem Besinnungslosen. „Ich glaube nicht, daß er transportfähig ist“, sagte er bestimmt. „Sie müssen ihn schon hierlassen.“
„Er soll mit. Wir tragen ihn —“ erklärten die Genossen.
„Was jetzt soll, sage ich hier. Nicht Sie. Er bleibt. Ich hoffe, er ist zu retten. Aber nur so. Einer von Ihnen kann ja seine Pflege mit übernehmen.“
Die Männer berieten. „Wir müssen uns fügen.“
„Ja, das müssen Sie.“ So blieb einer zurück, ein Krauskopf mit Mulattengesicht. Die andern gingen wortlos von dannen. Kunz aber, der Abschiedsworte liebte: „Wir bedanken uns auch bei Euch! Daß Ihr uns nicht in Pflege zu nehmen braucht!“
Horst war mit Sellmann, ihrem tüchtigen Sanitäter um den Liegenden beschäftigt. „Schwere Gehirnerschütterung“, sagte der Medizinmann. „Der Schädel ist offenbar ganz geblieben.“ Sie trugen ihn hinein.
„Wir werden das Feld jetzt noch absuchen, zur Sicherung“, beorderte Horst. „Und dann — hoch genug haben wir ja gehalten — aber vielleicht ist doch noch diesem oder jenem etwas geschehen.“
Kunz führte die Streife. Horst ging in seinen Raum. Er warf sich lang auf sein Bett. Ein paar Minuten Ruhe! Seine Nerven flogen.
Der rasende Lauf durch das Gelände — dann der Kampf — und nicht weniger als dies der jähe Sturz aus der Traumwelt, in der er gewandelt — Lona — von Deiner Seite in den blutigen Kampf mit Deinen Brüdern, Mann gegen Mann!