„Ja.“ Dies eine Wort, so schwer von dem Geschehenen, öffnete ihm den Blick.
„Was mit Lona?“
„Wir haben sie hier.“
Der alte Mann sank vornüber — seine gewaltigen Hände jappten hilflos wie zwei Riesenfischköpfe auf Land. Dann trottete er ächzend ins Haus. Horst ihm nach führte ihn in die Halle. Der Morgendämmer zeigte ihm die Tote.
Lud Uhlenbrook stöhnte auf, einmal — dann summte es in ihm, so wie der Wind in hohen Drahtleitungen summt — dann ward er selbst totenstill.
Und jetzt, mit einer urlangsamen Selbstverständlichkeit nahm er die Tote wie eine Puppe auf den Arm. Nichts Wildes war dabei, nichts Wirres. Nur die große Sicherheit seines Tuns.
Wortlos trug er sie hinaus. Trug sie über die Heide. Fahl und wie klagend zog der Morgenschein hinter ihm her — den übermenschlichen, gespenstigen Leichenträger.
In Horst lehnte es sich auf. Mein Eigen — ich laß es mir nicht nehmen!
Ihm nachstürzen will er — und erschrickt vor seiner Jachheit. Soll ich ihn niederwerfen — ihn mit der Toten! Soll ich um sie mich balgen mit dem alten Mann!
Wallt er nicht dahin, so wie die Notwendigkeit schreitet! An die sich nicht rühren läßt —! Und ist hier nicht Liebe am Werk? So wollen wir in der Gemeinschaft bleiben, wir drei.