Bitterlich zu kämpfen gilt es ja um das Lachen.

Am andern Tage, die Maisonne jubelte grausam, kam aus der Provinzialhauptstadt ein hoher Beamter mit militärischer Begleitung. Er und der Offizier Männer mit den schmerzweiten Augen, wie sie durch Deutschland klagen — beide nur an Bord geblieben, damit das Schiff nicht ohne Mannschaft sei, abgeneigt der Führung des Fahrzeuges, ohne Vertrauen zu seiner Steuerung und doch gehalten von der Disziplin des Gehorsams, der dem Vaterlande gilt. Mit halbem Herzen führten sie den Auftrag aus. Nur das Nötigste wurde gesprochen. „Vier Maschinengewehre sind hier am Sonntag abend in Tätigkeit gewesen. Die Maschinengewehre gehören dem Staat. Sie haben sie abzuliefern. Wir sind hier, sie in Empfang zu nehmen.“

Horst sagte ein ruhiges: „Bitte.“

„Weiter möchte ich Sie ersuchen, mir über die Vorgänge am Sonntag abend Auskunft zu geben. Ich muß sie zu Protokoll nehmen.“ Horst berichtete, was er wußte.

„Wo befindet sich die Tote?“

„Im Hause des Torfmeisters zu Moordorf.“

Kein überflüssiges Wort. Was man fühlte, wurde in Schweigen eingesargt. Wenige waren dabei. Kunz als der Waffenmeister, drei von den Siedlern, die Hausdienst hatten. Die andern waren beim Bau und auf den Feldern.

An der Mittagstafel natürlich bewegte dies die Geister aufs tiefste. „Unsere Burg ist geschleift“, sagte Kunz. Das war der Grundton.

„Wir sind und bleiben Soldaten!“ rief einer. „Und ein Soldat ohne Waffen — was ist das? Die Hunde heben das Bein dagegen auf!“

Es ging ihnen nicht bloß an den Stolz, an die Ehre der Wehrhaftigkeit. An das Gefühl der Sicherheit griff es. „Jetzt können sie uns mit Knüppeln totschlagen.“