„Sie stand doch an der Wand unter dem Altan.“

„Nun ja — und?“

„Die Galerie hat unser Janhagel besetzt.“

„Ja so. Und nun meinen Sie, aller Segen kommt von oben!“

„Ich trau ihren Taschen nicht und nicht ihren Manieren, solange die Berliner Hetzer hier herumwirken.“

„Die Hetzer. Da haben wir sie wieder.“ Aber in des Barons unwillig müde Züge war jetzt etwas freudig Gespanntes getreten, eine Kampfeslust. Sein Kulissenfieber war gebannt.

Der Saal füllte sich, Bürger, Arbeiter, Frauen. Ein paar Mütter kamen mit Kindern angeschleift. Versteckten sie dann aber, doch bedenklich geworden, zwischen ihren Knien.

Behutsam fanden sich jetzt auch einzelne Honoratioren und Akademiker ein, Herren vom Gericht und vom Gymnasium. Ihre Damen waren wohlweislich zu Hause geblieben.

Gar nicht behutsam aber trat Dr. Georg Stump auf den Plan. Er gab Deutsch, Religion und Turnen am Gymnasium, war mit seinem ungebärdigen Draufgängertum ein Schrecken des Direktors, aber ein Abgott der jüngeren Jungen.

Er musterte die Arena, hob den kurzgeschorenen Bulldoggenkopf mit den großen runden Augen zu der Galerie empor, auf der sich die knallrote Jungmannschaft, von zwei Berliner Spartakisten betreut, mit weltüberlegener Grandezza hinlümmelte. Aha, sagte er sich, da seid ihr also! Eure Anwesenheit, eure Haltung und Führung verspricht Erlebnisse.