Und nun schritten die drei Männer durch die Winternacht heimwärts.
Heimwärts? Das Wesen der Frau geleitete sie wie ein Glanz. Ihre Zartheit, das Gepflegte des Körpers wie des Geistes, die Kultur Leibes und der Seele — von ihrer Stimme der Klang, dies Aufleuchten ihrer großen Augen aus wehmütiger Tiefe zu strahlender Sicherheit, der Pulsschlag ihres lebendigen Wortes, der gütige gebende Druck ihrer feinen sorgenden Hand — alles das war mit ihnen. Das Frauliche war um sie. Von der Mutter her, von der Geliebten her, das Gehegtsein, das Umfangenwerden, das geborgene Hausen — diese Klänge begleiteten den Takt ihrer Schritte.
Was winkte ihnen? Der kalte, düstre, niedere Stall. Wo jeder eingepfercht war in der lieblosen Verlassenheit seiner Schlafbucht.
Die Weichheit war bei ihnen allen, das Heimweh.
Horst machte sich traumfest. Er zog, wie immer dann, den Buckel krumm gleich einem Tier zum Sprunge und warf sich nun schonungslos in die Wirklichkeit der Pflichten.
Kunz aber beschwor mit Bedacht einen weniger holden Geist gegen die Lichtgestalt, die mit ihnen schwebte: „Wer mag dieser Achim sein, dieser Ehegatte? Was weiß man sonst von ihm, als daß Religion ihm Gehirnverkalkung ist? Und er einen Koch im steifen Arm verhungern läßt?“
Gisbert machte keinen Buckel und beschwor keine Geister — er zog seine Lichtbahn.
Wie die Baracke vor ihnen aufdrohte und die beiden — hinein ins Verderben! — ihre Schritte beschleunigten, blieb er zurück und im Takt seiner Musik. Als Kunz sich nach ihm umdrehte, erklärte er: „Ich gehe noch einmal an die See.“
Sie ließen ihn und sprachen von der Arbeit, von morgen.
„Wir müssen Pferde kaufen, Kunz. Die Preise steigen ins Schwindelhafte.“