Der Feind ist im Land! Wo ist der Heerkönig! Seine Fahne soll wehen! Wir kommen alle, wir folgen dir alle! Ein Meer brandet auf, ein Flammenmeer — eine Sturmflut von Feuer, so brausen wir über die Feinde!
Kreuzfahrer sind wir, geweihte, in Frommheit entbrannte, heilig, heilig ist unser Kampf für das heilige deutsche Land!
Sie haben Maschinen — was sind Maschinen — wir haben den Geist! Und Gott ist der Geist! In Feuersäulen wandelt er vor uns.
So brennen wir rein — die deutsche Erde — von ihren Schändern — in prasselnden Flammen — so brennen wir rein — in jubelndem Feuer — den deutschen Namen — von seiner Schande.
Der Welt stockt der Atem — und die uns geschmäht — sie jauchzen uns zu!
In hohen Sprüngen war Horst vorwärts gestürmt. Nun stand er keuchend. Wo ist er, der große Mann! Warum fehlt uns der Führer in der schwersten Stunde! Warum bin ich selbst ein so armseliger Zwerg!
Wieder krochen die Nebel um ihn zusammen, wieder wollte er schmerzlich und schwer in den alten Trott sinken. Da tauchte am Rande des Moores der strohgedeckte Katen des Torfmeisters vor ihm auf, und das Ziel hob seinen Blick ins Feste, Grade und Helle.
Der Torfmeister
Ein spärliches Licht aus einem der Fenster grüßte mühsam durch den Abendnebel. Horst öffnete die Pforte des Heckenzaunes, der einen kleinen Vorgarten einhegte, und trat dann durch die Haustür auf die dunkle Diele. Links war das Licht, er klopfte, eine Stimme, die wie Donner rollte, rief einladend: „Jawoll!“
In dem niedrigen verräucherten Zimmer hockte ein grauhaarbuschiger Riese, der Leib war in einen mächtigen schwarzen Wachstuchlehnstuhl versunken, die Beine durchquerten den ganzen Raum, auf daß die Füße, in ungeheueren Filzstiefeln, mit dem offenen Ofenfeuer treuliche Nachbarschaft hielten.