„Sie meinen also auch, uns steht hier noch verschiedenes bevor?“

„Ganz gewiß. Wo jetzt die heftigen Brüder von auswärts kommen und das, was hier glimmt, mit vollen Backen anblasen.“

„In der Stadt hat sich ja jetzt was zusammengetan.“

„Ja. Seit da nun noch der rote Magistrat die Fuchtel schwingt.“

Und nun ist Horst wieder bei seiner Revolutionärin. „Sagen Sie mal, Sie sind doch auch der Friedhofswärter?“

„Ja — und?“

„Wissen Sie, daß da eben eine Dame eingesperrt war?“

„Nein. Wer?“

Horst beschreibt sie. Und jetzt kommt eine fliegende Erregung über den grauen Riesen. Das sei Lona Grahl gewesen! Seine kleine Freundin! Die habe das Grab ihres Geliebten besucht! Und nun müßte er, der Alte, mit seinem kranken Beinwerk gerade den Schlüssel nicht haben! Die Küsterdirn, die dumme, die sich vor Gespenstern fürchte, habe natürlich in dem Nebel vor Abend schon blindlings zugeschlossen und danach spornstreichs Reißaus genommen. „Aber sonst pflegte Lona doch immer nach ihrem Kirchhofsbesuch bei mir einzusehen! Sollten Sie sie mir vergrämt haben!“

Fast zornig flammte es aus den alten jungen Augen gegen Horst.