„Bravo! — Bravo! — Bravo!“
„Dazu ist aber nötig, daß wir einig sind. Dafür ist die Organisation der Landarbeiter die Lebensbedingung. Sie wird heute geschaffen. Die Listen liegen hier aus. Ich weiß, daß Ihr Euch alle hier einzeichnet! Alle ohne Ausnahme! Geschlossen wird unsere Reihe sein. Und unsere Parole für den bevorstehenden Kampf: Der Frühling macht alles neu!“
Sie können’s, das muß Horst sich wieder und wieder bestätigen. Er sieht den Zug, der zu den Listen sich drängt. Einige stehen gesondert, zaudern, blicken sich ins Gesicht aus schweren, aus scheuen, aus widerspenstigen Augen. Dann zieht die Masse sie an, und sie fügen sich ein. Wenige nur schleichen sich abseits, ein paar gehen frei, hart und stolz aus dem Saal, ihren eigenen Weg.
Als Horst auf die Straße kam, stand da der Torfmeister mit Lona im Gespräch. Er schritt grüßend vorüber, da rief der Alte ihn an.
„Ja.“
„Wollen Sie mich mitnehmen?“
„Gern.“ Horst blieb stehen.
„Sie Beide kennen sich ja wohl“, sagte der Torfmeister. Da sprach Horst zu Lona ein Wort, aus Artigkeit, doch auch von Herzen.
„Von dem, was Sie heute gesagt haben, könnte ich jedes Wort unterschreiben.“