Kunz hat ihn den Eisheiligen getauft, weil er kein Schürzenjäger ist. Was weiß der von seinem Eis, von seiner Heiligkeit.
Ja, ja — warum sich selbst was erzählen! In seine Sinne sind die Funken geflogen. Ihr Wesen — was ist an dem weiter zu enträtseln? Es offenbart sich ja. Es wirkt, es strömt. Es geht ihm ins Blut.
Was wollen ihre Augen? Was will ihr Mund, mit dem heißen Rot von ihm? Was will er — er von ihren schwellenden Lippen?
Er ist ins Laufen geraten. Der heilige Josef, sein Begleiter, trottet brav neben ihm her. Schweigend wie er.
Der Alte kann nicht mit. Weit bleibt das andere Paar hinter ihnen zurück. Da rollt ein Wagen des Wegs, er hält, der beinmüde Torfmeister steigt auf und fährt nun grüßend an ihnen vorüber.
Horst hat jetzt die beiden Kameraden an seiner Seite. Nun ist er in einer anderen Welt. Der heilige Josef trägt an etwas, seine Hände schnappen in die Luft, er findet noch nicht die Sprache.
„Nun, Elbenfried?“ fragte Horst, ihn zu beflügeln.
„Ich hatte so vieles auf der Seele und hab es nicht gesagt — immer diese Trägheit des Geistes — diese Feigheit des Herzens. Eine Schuld ist das! Denn wir sollen Zeugnis ablegen — immer wieder! Bekennen sollen wir und immer wieder bekennen!“
„Aber wir sollen auch nicht unsere Perlen vor die Säue werfen!“ Fritz Eggert zeigt seine Bibelfestigkeit und möchte sich damit von weiteren pastoralen Ergüssen loskaufen.
Gustav schüttelt den schweren Apostelkopf. „Mit keinem Wort der Schrift betrügen wir uns mehr. Über nichts täuschen wir uns so sehr wie über das, was Perlen, und das, was Säue sind.“