Jetzt geht er, den Spund einschlagen vor den Bergquell.
Wie er hinter der Unruh noch einmal zurückschaut, ob der Himmel ringsum so blank ist, da schiebt sich schon die bleiche Scheibe des Mondes über die stummen Wipfel der Fichten empor, die so scharf in die klare Luft hineinstehen. Ein Reifsilber wird fallen in das Mondsilber, denkt der Zachenhesselhans.
Auf einmal tritt das Fanele mit einem Körblein am Arm aus den Fichten und wandert noch ein Stück, um sich schauend, den Waldsaum entlang. Das Fanele ist nach Pilzen gewesen.
»Fanele, zeig her das Körbl,« ruft der Hans hinunter. »Wart, ich komm' ein Stück!«
So gehen sich die beiden entgegen.
»'s is fei nit möglich, gefüllt bis zum Deckel und Herrenpilze eine Menge?«
Das Fanele tut vergnügt – das ist kein Wunder. Wer hätt' das Dirnl einmal mit dem grauen Elend gesehen?
»Wenn vier Augen auf die Schwammeln schauen, nachher find't einer auch bei der Dürr etwelche, wenns nur die Zeit is.«
»Vier Augen?« fragt der Hans. »Ich mein': die zwei brenneten schon so viel heiß, daß sie ein Unheil anrichten könnten. Seit wann hat denn das Fanele vier? Hast etwa dem Peterl seine zuhilfe genommen?«