Und in den Wäldern ist das Röhren der Hirsche. Je wilder es herauffliegt, desto fester setzt der Franzl seine Nagelschuh auf die Dielen. Der Wind stand über den Keilberg her und ein Silberschein war in den Wipfeln – vom Mondlicht. Jetzt – der Mond ist bald voll – steigt er vollends über den Kamm herauf.
»So macht den Franzl das Stockroden nit müd?« frag ich und schau von der Seite über mein Kaffeetöpfl hinüber zu ihm.
»Müd?« fragt er und lacht auf. »Jetzt – wenn ein so lichter Mondschein im Land ist, werd ich noch ein Pfeifl rauchen gehen in die Fichten.«
»Franzl,« sag ich, »Franzl, laßt's Dir keine Ruh?«
»Bei Gott nit, Hans,« sagt er, »sei nit furchtsam und mach' Dir keine Gedanken, aber hinaus muß ich!«
Er nimmt sein Jägerhütl vom Nagel am Türpfosten und hinaus ist er und hinein in den Wald.
Hans-Tonl, der Zachenhesselhans weiß, was das heißt: der Hirsch brüllt im Wald! Still ist's, nur der Mondschein ist da und ein Knacken im Holz und ein Stampfen der Hirschkuh, die der Platzhirsch treibt …
Hans-Tonl, jetzt hätt ich bald darauf vergessen: das Röhrl wollt' ich stopfen gehn auf der Halde …«
Und dem Alten vom Zechenhaus ist ein Feuer in die Augen geflogen und ein Feuer ins Herz.