»Nachher – wovon will denn der Zachenhesselhans leben im Schnee?«
»Ein bißl saure Milch wirds eh abwerfen in der Höll. Und Erdäpfel sind daheim; und Geld zu einem Kaffee und Schwarzbrot und zu einem feinen Tobak, in den wir ein Eichtl Erdäpfelkraut mischen, … jetzt vorhanden is das fei nit, aber ein Weg wird sich finden, auf dem sich's hereintragen laßt ins Zechenhaus.«
Während der Hans-Tonl die beiden Kühe in den Stall stellt, die das Wawrl so vergnügt anlacht, und während der Hans-Tonl dem Vieh Futter in die Raufen wirft, ruft der Alte ihm zu:
»Jetzt – das Haldenbörnlein werd' ich verspunden; so geht heut noch eine Sonne darüber und morgen, wenn der Frühtau fort ist, müssen die Roten mitsammen auf die Bergweide und die Neuen müssen sich in der Gegend umschauen.
Auch um den Winterkathlfranz muß einer einmal nachsehn. Gestern, wie die Hirsche haben zu brüllen angefangen gegen die Schlauderwiesen hin, da ist mir der Kathlfranz im Stübl umgegangen – ordentlich Angst kunnt einem werden dabei.
»Hast ein Leibweh, Franzl?« hab ich gefragt.
Hats nit gehört, der Franzl. Aber das Fenster hat er zur Seite geschoben und die Tür sperrangelweit aufgestoßen.
»Eine Hitzn hast im Zechenhaus, Hans, fei nit zum abhalten,« sagt' der Franzl. Dabei ist das Reisigfeuer im Ofen verloschen gewesen – kein Fünkl hätt der Sturm rausblasen können aus der Schwärze.
Aber das Lichtlein, in das der Wind bläst, das is wiederum angegangen im Kathlfranz seinen Augen.