8. Kapitel.

An der Unruh lenkte der Hans-Tonl ein wenig ein und tat einen scharfen Schmitzer mit der Peitsche in der Luft.

Weil er über das weiche Gras herabgekommen war, über dem letzte Sonne lag, hatte keiner den Hans-Tonl nahen hören. Jetzt ward's hinter den Fenstern lebendig. Das Fanele war am flinksten heraußen auf der Wiese vor der Giebelmauer, dann die Resl. Zuletzt kam der Helari, die Rotschecken anzuschauen, die der Hans-Tonl erhandelt hatte.

Auf der Bank vor der Höll wartete der Zachenhesselhans schon seit einer Stunde. »Jetzt – der Hans-Tonl kommt den Steig herein!«

»Und auf das Jahr ein Simmenthaler Oechsl, Hans-Tonl! Es muß ein frisches Blut hinein in das Vieh, und wir müssen ein Bergrind aufziehen; das ist ein anderes als die Bauern im Niederland eins brauchen.«

»Müssen? – 's is fei recht, wenn nur einer das Geld hätt dazu.«

»Wenn auch das Wawrl gemeint hat: der Hans-Tonl hätt heute den letzten Gülden fortgetragen und ein Häuflein Schulden auch schon gemacht, um die beiden scheckigen Hundsfötter doch in den Stall zu binden – Hans-Tonl, das Simmenthaler Oechsl müssen wir aber doch kriegen an den Sonnenwirbel! Der Zachenhesselhans hilft Dir sparen den Winter über.«