»Ist er etwan gar nicht auf dem Hau Stöcke roden?«
Dem Fanele läuft alles Blut zum Herzen. So weiß ist seine Stirne – etwa weil das rote Licht der Sonne auf der Halde auszulöschen beginnt?
»Stöcke roden?«
Jesses Maria, danach hat der Franzl in seinem Lodenjöpplein und dem grünen Hut auf dem linken Ohr wahrlich nit ausgeschaut!
»Wir haben fei garnit viel plauschen können mitsammen,« meint das Fanele.
»Na, wenn das is,« sagt der Zachenhesselhans. Und das Fanele springt am Waldrand hin und fort wie ein geschrecktes Reh.
»Jetzt,« sagt der Alte zu sich, »jetzt, Zachenhesselhans, tu die Augen auf! Das ist ein Ungemach. Und wenn hier zwei Feuer brennen, – der soll noch kommen, der so zwei ausgießt. Jetzt – um das Dirnl wär mir's leid.« –
Nicht lange danach schweigt das Rieseln auf der Grashalde. Und anstatt des schwätzenden Bergwassers geht der Tag in Schuhen aus purpurrotem Sammt über die Hänge, die nach Abend liegen. Ein Grünen ist darauf, als ob der Frühling noch einmal heimlich darin lebendig geworden wäre.
Den Hang hinab geht der Zachenhesselhans. Er zieht mit dem Häcklein dort eine Rinne oder säubert den Abfluß von einem Gras, das darin sich breit gemacht hat.