»Jetzt: da ist wahrhaftig ein Böckl herausgetreten auf den Hau!«
Der Zachenhesselhans schiebt das Fenster hart auf. Der Franz stampft heftig mit dem Nagelschuh auf die Steinfliesen.
»'s hätt Dir nix nutz werden können, Franzl! 's is dem Grafen, das Böckl. Und 's is fei gut getan, wenn einer wie Du nit zu lang nach einem solchen schaut. 's macht begehrlich, Franzl, und fei in der Nacht – in den Traum tät Dir's kommen.«
Nun kann auch der Franzl seine kurze Pfeife anstecken. Der vergrämte Bock läßt sich eine Woche lang nicht mehr sehen auf dem Hau. Der Alte nimmt Schüssel und Löffel vom Tisch und geht damit auch an den Trog.
Er hat allerlei zu erzählen heut, der Zachenhesselhans, und so laut redet er dabei, als müßt er's dem Franzl hinüberrufen zu dem Wechsel, auf dem der Bock vor zwei Minuten verschwunden ist. Da macht der Franzl Kehrt und geht in die Hütte.
»Franzl, ich mein, Du müßtest des Abends, wenn einer so den Tag über mit der Rodehacke und der Axt am sonnigen Berghang gestanden hat, weidlich viel Schlaf haben?«
Der Kathlfranz lacht und pafft sich ärgerlich eine Wolke Tabakrauch zurecht, die selbst das dünne Mondlicht Mühe hat, auseinander zu tun.
»Schweigsam bist halt soviel. 's könnt einer meinen: der Mund vom Kathlfranz ist schon eingeschlafen. Aber, Franzl, die Augen sind noch so viel munter und ich seh, Du hättest noch ein Lüstl auf einen Gang durch den Mondschein.«
»Recht hast,« sagt der Franzl.