Ein helllichter Mondschein ist wach in der Welt und in dem helllichten Mondschein – – jetzt: ist das ein Reif, der auf dem kurzen Grase glänzt, oder ist das der Mondschein?
's ist das Himmelslicht; denn sonst streifte der Kathlfranz mit den Nagelschuhen das Feinsilber von den Gräsern und lief eine Fährte quer über die Halde.
So taghell ist's draußen, daß einer das Rauchwölklein sieht, das aus dem Tabak dem Franzl um den grünen Hut mit dem Spielhahnstoß wirbelt.
Der Wildschütz – ja wohin wird er denn nun wollen, der Franzl?
Schräg empor steigt er in der Richtung gegen die Sonnenwirbelhäuser. Aber nach links schaut er – in der Richtung auf die Unruh. Jetzt wendet er sich auch hinüber nach dem Hause.
»Oha,« denkt der Zachenhesselhans, »kein Licht wird mehr scheinen aus den Fenstern, und auf der Morgenseite von der der Wildschütz herangeht, ist das Schlafkammerl vom Fanele.
Jetzt – so einer wie der Kathlfranz, vor dem kann sich ein Dirnl inachtnehmen!
Meintag ist so etwas nicht geschehen am Sonnenwirbel, daß einer ums Kammerl schleicht bei der Nacht. Freilich, der Helari, wenn er's wüßt, der tät schon das Türlein wohl verwahren vor dem Fuchs! So soll der Zachenhesselhans hinlaufen und den Verräter spielen?
Sie haben ja doch selber Augen, die Leut auf der Unruh; und daß der Kathlfranz wieder im Land ist und Schlingen legt auf allerlei Wild, weil ihm das im Blut liegt, dasselbig wissen's fei auch. Was hat denn der Hans vom Zechenhaus um andrer Leute Kinder zu sorgen?«