Der Förster hat sich auf die Ofenbank gesetzt. Die Heger sind an der Tür stehen geblieben, und der Förster tut ein Büchlein aus dem grünen Rock. Die Gewehre haben alle drei bei sich behalten.

Sonst, wenn ein Heger is gekommen ins Zechenhaus, hat er die Flinte bei der Tür aufgehängt, wo das Gewichtl (Gestänge, Gehörn vom Rehbock) ist, denkt der Zachenhesselhans. – Der Förster schaut in sein Buch.

»Franz Winter, vierundzwanzig Jahr alt, von Gottesgab, wohnt der hier?«

»Von Gottesgab ist er eigentlich nit. Wo der auf die Welt kommen ist, weiß man nit genau. Aber Franz Winter schreibt er sich; denn, müssen's wissen, was die Winterkathl war, die werden Sie nicht mehr gekannt haben, dieselbig ist seine Mutter. Ist aber nun schon tot, 's Weibl. Heißen tun sie ihn den Winterkathlfranz. Ob er hier wohnt? Zu Zeiten, meine Herrn, zu Zeiten. Augenblicklich werden Sie ihn aber nit antreffen daheim. So müßten sich die Herren schon noch einmal heraufbemühen. Ist etwas auszurichten für den Franzl, was Sie mir anvertrauen möchten?«

Der Zachenhesselhans hat die Pfeife längst wieder im rechten Mundwinkel aufgehängt und läßt, wie er auf dem Holzstuhl sitzt, die Spitzen der Finger seiner beiden Hände miteinander spielen.

»Was treibt dieser Franz Winter eigentlich?«

»Ein Holz rucken wird er und Stöcke roden tät er dazwischen, sagt er. Na, und wenn er's sagt, so wird's halt wohl so sein.«

»Haben Sie gesehen, daß der Franz Winter ein Gewehr mit sich führt?«

»Nein, ins Zechenhaus hat er keins getragen.«