»So müssen wir eine Haussuchung halten. Franz Winter gilt als ein gefährlicher Wilderer, der sein lichtscheues Handwerk in vollem Umfange von hier aus betreiben soll.«
Der Zachenhesselhans unterbricht das Spiel seiner Finger nicht.
»Haussuchen wollen's? Bitt schön! Da ist das Stübl. Ich bitte, sich nur umzuschauen darin. Und die Treppe hinauf ist's unterm Dach. Die Stalltür führt unter der Treppe hinaus. Ich bitte, nur einzutreten.«
Wie sie unterm Dach gewesen sind und auch den Stall abgeschaut haben, geht der Förster grüßend von dannen. Die Heger werfen dem Zachenhesselhans einen Blick zu und lächeln.
»So, Franzl,« sagt der Zachenhesselhans, »auf dieselbig Weis' kunnt einer Dich loswerden im Wald. Jetzt, wohin gehn sie denn? Zu den Zigeunern.«
Eine Weile reden sie mit ihnen; der Mann muß das Mäuerlein aus feuchtem Rasen höher um den Brand bauen, daß der Wind nicht in das glühende Reisig blasen und den roten Hahn durch den Wald jagen kann. Dann verschwinden die grünen Röcke im Wald.
Und der Sturm heult hinter ihnen drein und über ihnen spielt er die Orgel.
»Jetzt, Bürschl, paß acht, es sind Dir dreie auf der Fährte!«
An einem solchen Tage, wo einer nicht aus dem Hause gehen kann, weil sonst die Landfahrer eine Belagerung oder eine Eroberung vornehmen und sich, solang es ihnen gefällt, unter dem Moosdach oder am Kachelofen heimisch machen möchten, da ist es ein Glück, daß der Zachenhesselhans ein halbes Schock Hafer vom Hans-Tonl in seinem Stall untergebracht hat. Das ist geschehen, damit, wenn's einen Schnee herunterwirft bis ans Dach, dann auch eine Arbeit zu verrichten ist im Haus; denn eh sich einer eine Furt wühlt oder schaufelt bis zur Höll – ach das geht ja gar nicht, wenn ein richtiger Schnee gefallen ist!
So macht sich der Zachenhesselhans daran, ein Tuch auf die Diele zu breiten und den Holzbock daraufzustellen. Auch zwei Armvoll Hafer schleppt er herbei, bindet die Schütten auf, nimmt eine Handvoll Halme und schlägt die mit den Rispen gegen das Querholz des Bockes. Hui, springen die Körner! – –