Es ist, als habe der Sturm einen Augenblick die Posaune abgesetzt, als habe die Riesenorgel im Wald keinen Wind mehr gehabt – jetzt posaunt er wieder, der Sturm, jetzt brausen sie wieder, die tausend tiefen und hohen Pfeifen.

Der Zachenhesselhans will ein Stück Pfad abschneiden, geht quer über den Hang hinab und steht bei der Hausecke, an der die Stütze emporstrebt.

Da donnert's wieder im Wald. Und noch einmal.

Kaum hat der Sturm den Hall fortgefegt, fällt ein dritter Schuß.

Jetzt – vier Schüsse hat der Zachenhesselhans im ganzen gezählt. Er lauscht immer – der Sturm hat noch zu reden mit den Waldbäumen und den sprühenden Nebeln.

Der Alte geht ins Haus und verwahrt die Tür hinter sich.

Während er ein Scheit in den Ofen schiebt, rechnet er über den vier Schüssen.

»Das Exempel is nit schwer,« sagt er, »der erste: der Franzl hat einen hingebrannt auf den Platzhirsch. Oder war's im Tal? Schien's den Berg heraufzulaufen? Bei dem Sturm kennt einer sich gar nimmer aus in der Gegend. War's im Tal, so wird der Franzl haben dem »Schneider« das Licht ausgetan.

Wie's gekracht hat, sind die Förster ihm vollends auf die Fährte gekommen. Nun – wie könnt's nun weiter sein?

Entweder: der Franzl hat schon eine neue Kugel im Stutzen gehabt und hat – – nein, ein Mörder wird er doch nit sein wollen, der Franzl?