Die Klöppel zittern in der Hand vom Fanele, wie die Schindeln, wenn ein Sturm darüberfährt. Und auch zwei Tränen drängen sich wieder zwischen den Schatten der Wimpern hindurch; die laufen die Wangen hernieder, auf denen sonst immer der blanke Sonnenschein der Lust daheim ist.
»Fanele,« hebt der Zachenhesselhans an, »einen Gruß hab ich Dir zu bestellen und deshalb bin ich heraufgegangen.«
»Einen Gruß?«
»Da lies.«
Wie das Mädchen die Klöppel aus der Hand und hernach beide Hände, in denen das unsaubere Papier knistert, in den Schoß fallen läßt, beginnt der Alte:
»Fanele, jetzt, wenn Du klug bist, bist still wie ein Grab; denn wenn sie den Höllsakra fangen unterwegs, schaffen sie ihn herüber und sperren ihn ein ein Jährlein. Nachher: im Land is er wieder, im Sonnenwirbelwald is er wieder und dem Fanele auf den Fersen.«
»Den Franzl – wenn ich den spür …«
Das Fanele ballt die Fäuste: »So ein Schwätzer nixnutziger …«
»Ein solcher, wie der, kehrt sich da nix dran. Ein anderer dürft' das Fanele haben unterdessen – der schleicht ihm hinterdrein. Und eine Rache sucht der Franzl obendrein, wenn Du ihn verachten willst. Laß ihn laufen, Dirnl! Den bist noch einmal billig los worden, Höllsakra den!«
»Mutter, der Kathlfranz ist mit den Zigeunern!« ruft das Fanele der Resl zu, wie die vom Haferschütten wieder in die Stube kommt.