So werden wir hinfort das Stübl und das Schlafkammerl in eins legen und des Abends immer noch ein Stockholz in den Ofen schieben. Dabei wird einem das alte Herz nit kalt.

Und wem steht's denn eigentlich im Weg, das braune Bettstattl? Keinem. Ein Eichtl zu breit is's für ein altes Waldmannl, wenn einer allein drin sein muß …

Schwanzmütz, da kommst schon wieder über die Augen gefallen?

Die Mali hätt ihre Lust daran, daß ich Dich zu Ehren gebracht hab in Deinen alten Tagen. Die Mali hat Dich gestrickt – fünfundzwanzig Jahr? Die dürften fei darüber hingegangen sein. Aber meitag hab' ich nichts davon wissen mögen. Jetzt – die Haare hat der Wind weggeblasen vom Scheitel und fei nur über den Ohren hat er hüben und drüben ein Büschlein stehen lassen.

So muß die Schwanzmütze wärmen helfen im Winter, seit das weiße Haardecklein die Motten fressen.«

Ueber diesem Morgengespräch richtet sich der Zachenhesselhans auf dem Stroh in die Höh und blinzt durch die Scheiben wie der Tag zwischen den Wolken hindurch über den Wald.

»Na,« sagt er, »was soll denn das sein? Auf die blanken Tage hin hat sich's am Himmel über Nacht heimlich wieder zusammengesponnen und fängt schon an, einen Schnee zu sieben. Und einen großflockigen noch dazu. Wenn jetzt ein Wind – – aber nein: die Fichten haben noch die weißen Röcke an und schlafen.«

Weil auch die Zeisige in den Käfigen den Tag kommen sehen, heben sie an, die grünen Jöpplein zu putzen und den Zachenhesselhans zu rufen.

»Wart' ein Eichtl und gebts Ruh, 's ist eh noch zu früh!«