Ueberdem steigt der Alte aus der Bettstatt, an der unten das flammende Herz gemalt ist und eine 1751. Wie er die Lederhose angezogen hat, tritt er in Hemdsärmeln und die weiße Schwanzmütze auf dem Kopf vor das Haus.
Er schaut fragend gegen den Wolkenhimmel, geht bis an die Hausecke, zu sehen, was der Plessen und der Spitzberg zu dem Tage meinen, der über sich selbst noch nicht ganz im klaren ist.
»Na, na, die Nachtmützen habts noch auf? Und alle beide? 's geht doch schon auf die Acht.«
Der Zachenhesselhans hat die Hände tief in die Taschen der Lederhose vergraben und deutet sich den stillen Spruch der fernen halbverschleierten Berge.
»Na, Hans, ich mein', ein Holz wollen wir rucken?«
Das ist der Wurzltonl, der mit dem Einräumer Peter und dem Peterl von der andern Seite gekommen ist. Sie sind den Hau hereingestapft, weil da der breite Rotwildwechsel herabläuft.
»Und die Schwanzmütz hast auch noch auf dem Ohr?«
»Waas?« fragt der Zachenhesselhans. »Potz Käs! So ist's aber, Leutln: den Plessen schilt einer und den Spitzberg, daß sie die Schlafmütz nit heruntertun, und auf die seinige vergißt einer darüber. Leutln, das ist die Geschichte von dem Balken im eignen Auge – so will die verstanden sein!
Verzieht ein Eichtl, gelt, und tut die Kraxen vom Rücken. Ich bin auch gleich so weit.«
Lachend hat der Alte die Schwanzmütze vom Kopfe gezogen und in den Hosensack geborgen. Am Brunnentrog gießt er sich ein Bergwasser über Kopf und Arme.