Wo die Männer schaffen?
Immer nur zwei wissen von einander: zwischen ihnen schläft der Wald, zwischen ihnen hängen die Nebel, zwischen ihnen fallen dichter und dichter die Flocken.
»Wurzltonl,« sagt der Zachenhesselhans und bläst in die erstarrten Finger, dann schlägt er die Arme kreuzweis ein dutzendmal um den Leib, »hast Du ein Rufen gehört?«
»Noch nit.«
»Ein Mittagsglöckl is nit im Wald; aber der Magen hebt an zu läuten und möcht einen Kaffee. Das Stückl lassen wir noch hinab, dann –«
»Is eh recht,« machte der Wurzltonl.
Und wie das letzte Stück Raumholz bis auf zwei Scheite zutal gefahren ist, setzt sich der Hans auf das eine Holz, der Tonl auf das andere. So fahren sie den hundert Scheiten nach und gleiten den Berg hinein. Drunten eh sie an das übereinandergestürzte Holz gelangen, drücken sie den Stiefelabsatz scharf gegen den Grund: ein Schnee wirbelt auf, hüllt sie in eine Wolke silbernen Staubs und das Fahrzeug sitzt fest im tiefen Schnee.
Im dichtverhängten Kleinholz raucht noch das Feuerlein und wirft einen purpurroten Schimmer in die Nebel.
Der Zachenhesselhans tut einen Pfiff auf den Fingern. Da schrickt der Wald aus dem Schlaf. Und der spitze Pfiff fliegt wie ein Pfeil den Berg hinan und fliegt an den Männern vorüber. Denen ruft er zu: Zu Tale!
Ein Eichtl später – und auch die andern sausen auf den Hölzern die Holzschleifen herein.