»Auf die Hühner hat einer auch vergessen heut,« murmelt der Zachenhesselhans, »ist zwar ein Tuch über dem Hafer, – na, die werden das ihrige gefunden haben. Lugen wir einmal!«
Die Hühner sitzen dicht gedrängt auf der Stange.
»So kunnt einer nun an sich denken. Ein warmes Nachtmahl ist verdient.
Ui je, da steht ja noch ein halbes Töpfl Erdäpfel! Gut is, die quetschen wir.«
Und der Zachenhesselhans langt die Kartoffelquetsche vom Topfbrett herab, schält die Erdäpfel und legt einen nach dem andern in die Quetsche. Den mehligen Inhalt der Schüssel, in die er die Kartoffeln gedrückt, breitet er in ein Pfännlein, preßt ihn mit dem Blechlöffel gegen den Boden und gießt aus dem Topf, daraus er sich vorhin zum Stiefelschmieren in die hohle Hand geschüttet, ein duftiges Leinöl darüber. Er schnalzt mit der Zunge, während er sich an dem Wohlgeruch des goldenen Oels ergötzt, und stellt das Pfännlein über den Brand.
»Eine ›Rauche Mahd‹ werden wir uns backen.«
Wie vom Ofen her der Geruch des siedenden Oels die Stube füllt, geht ein Knistern draußen, wie von einem verdächtigen Bersten.
»Hat etwan einer eine Heimstatt gesucht oder – ich hab doch den Riegel vorgeschoben?«
Der Zachenhesselhans geht an die Haustür – der Riegel ist vor.
Er hält den Atem an und lauscht.