»Wo hat denn der Zachenhesselhans geschlafen vorige Nacht?«

»Dort, wo er schlafen wird, bis der Winter landfahren geht, weil's ihm selbst daheroben nimmer gefallen mag: in der Höll vom Hans-Tonl. Aber – um den Zachenhesselhans sorgen wir uns nit. Wann wollt's denn zusammenheiraten, ihr zwei?«

»Zu Mittsommer.«

»Resl, einen Kaffee, was meinst dazu?«

»Das Fanele hat schon gesorgt dafür. Dem Fanele seine Gedanken laufen fei noch viel schneller als dem Zachenhesselhans seine.«

»So is recht, Leutln, und nun setzt Euch. Zu reden hab' ich ein Wörtl!«

Das Fanele nimmt aus dem Schrank mit den Glastüren die bunten Tassen, an welche die Sprüche geschrieben sind.

Draußen schneit's, schneit immerfort, ganz leise, ganz dicht; aber sie haben keine Zeit, hinauszuschauen.

»Sehts, Leutln, daß mir sel noch widerfahren ist, mir und meinen einundsechzig Jahren, das hat mir aufs Herz druckt. Aber – sag ich's nit immer? 's laßt sich leben, Leutln, wenn einer auch zu Zeiten kein Dach hat.

Jetzt: daß ihr zwei zusammenheiraten wollt, just ihr zwei, das ist mir fei mehr wert, als mein morsches Dächlein über der Zeche.