Der Zachenhesselhans zieht das Reisigbündel unter der Holzstiege hervor.
»Versäumen darf sich da einer nit lang, sonst kunnt er im Zechenhaus übernachten müssen, und da wär's nit unmöglich, es weckt ihn für einen Augenblick ein dumpfes Poltern und Bersten mitten in der Nacht. Lang dauert's aber nit – dann ist alles wieder still. Und ein weißer kalter Schnee fällt darüber, und der Zachenhesselhans liegt darunter und schläft sich aus …
Gehen wir. Gut is, daß einer die Zeisige alle miteinander auf der Unruh gelassen hat.«
Während der Hans-Tonl und der Alte vom Zechenhaus durch die anderen Tage tief gebückt auf der Ofenbank sitzen und ein Birkenreis auf das andere legen, spinnt draußen der Rauhnebel, fällt draußen der Schnee.
Alle Stunden geht einer von den Männern mit der Holzschaufel hinaus, die Bahn von der Haustür nach dem Brunnentrog, vom Brunnentrog nach dem Stallpförtlein und von da zur Düngerstätte auszuwerfen.
Die paar Wege muß sich einer freihalten.
Aber drüben im Gärtlein türmen sich die Schneehaufen, wachsen die Mauern.
Die Stallfenster sind zugeschneit und die Männer haben ein Loch in die Stalltür sägen und eine Scheibe einziehen müssen, damit das Vieh nicht gar im Finstern steht.
Da gehen die Tage langsam wie die Wanderer, die ihren Weg durch das verschneite Waldland nehmen müssen.
Manchmal kommt einer, auf den die Sonne neugierig eine Stunde lang herniederschaut, was der Winter im Waldland an silbernem Glanz und glitzerndem Schimmer sich zurechtgebaut hat.