»Is fei schon recht,« sagt darauf das Harfenweibl, »wenn einer nicht so wackelig wär', ich lief noch hinüber. Aber – man weiß nicht, wie's Wetter heranfliegt, mit einem – und es ist da. Wenn es mich auf dem Weg überfiele – 's wär' mein Tod.«
»'s is eh recht,« darauf der Wurzltonl, »hat auch noch nicht mit dem Hans-Tonl reden können, das Harfenweibl! So mag das Wawrl heut Nacht am Heu schlafen, weil der Tonl auch noch da ist, der ein Bett braucht; denn leicht: der kann auch nicht auf ein Heimgehen denken heut und wir alle nicht an ein Schlafen.«
Wie sie noch reden, ist der Hans-Tonl ein Stück über das Grasland hingegangen bis an die Fichten, wo der Peter den Abschlag räumt. Der Hans-Tonl hat ein Häcklein mitgenommen und denkt: wenn zwei sind, dauert die Arbeit halb so lang.
Das schwarze Meer steigt, steigt.
Es schaut nur noch ein Spitzlein vom Spitzberg heraus. Und der Plessen ist schon ganz drin ertrunken; nur seinen Turm streckt er noch wie einen Finger in die Höhe.
Darauf hat das Wetter gewartet.
Schwarze Schlangen kriechen aus dem schwarzen Meer in die Täler, kriechen über den Wald. Der Himmel darüber ist ganz aus Silber und die Luft ist wie Bleiglanz. Die Sonne will auslöschen. Nachtschwarze Arme langen aus dem Meere herauf; die wollen sie packen und vollends hineinziehen. Ganz bleich hängt sie in dem silbernen Himmel.
Und die Schlangen kriechen weiter in den Tälern, kriechen die Hänge herauf.
Der Wind hebt an zu laufen. Die Wälder wachen auf.