»So sei dem Herrgott Dank, daß er mich noch einmal hat das Waldlandl anschauen lassen. Hinunterblicken in die Täler, hinausblicken in die Welt – das hab ich fei nit gewollt. Ich hab nix mehr zu suchen draußen und will nix mehr suchen, wie gern nicht! Aber an dem Grün der Bergwälder hat sich der Seppl noch einmal das Herz frohgeschaut, Weibl! Und daß ich nur daheroben bin! Hier im Heimatland werd' ich auch ohne die beiden Augen mein Stückl Brot finden. Aber draußen blind den Weg zu fremden Türen – das möcht' einem sauer ankommen, Harfenweibl.«
»Seppl,« sagt die Alte, »so könnt's Dich fei g'freuen – – da kommt erst der Zachenhesselhans und bringt den Kaffee! Vergelt's Gott, Mannl!«
»Jetzt,« sagt der Zachenhesselhans und setzt sich neben den Hans-Tonl ins Gras, »was wollts, Leutln, was mögts?«
»Wir zwei bereden das Unsrige später,« sagt der Hans-Tonl. »Jetzt – da wirst lauschen!«
»Na, Harfenweibl, prosit, trink einmal und dann fang zum singen an. Wir Männer, wir tun uns derweil einen Beißer ein und gießen das Feuer, das darüber angeht, mit einem Bier aus.«
Der Zachenhesselhans füllt ein Glas aus dem Trunkelbeerkrüglein. Brr! macht er, wie er getrunken.
»Hans-Tonl, da hab' ich zwei Krügeln Braunbier in den Röhrtrog gestellt – die bringst uns. Wenn einer so von der ersten Sonne an bei der Halde kratzt und schaufelt, klebt ihm die Zung' am Gaumen.«
Wie der Hans-Tonl nach dem Röhrtrog geht, ruft ihm der Waldmann nach: »Leicht nimmst fei erst das eine und läßt das andere noch im Eis!«
»Wenn der Zachenhesselhans und seine Seel sich einmal scheiden, macht er erst noch ein G'spaßl mit ihr und sagt: so, das nimm mit auf den Weg und nun: b'hüt Gott, liebe Seel, haben uns fei immer mitsammen verstanden, Du und ich, gelt?« lacht das Harfenweibl.