Der Landfahrer sinnt einen Augenblick in sich hinein. Durch das offene Fenster vom Zechenhäusl klingt das Rufen und Zirpen der Käfigvögel. Die sind dem Zachenhesselhans seine guten Freunde.

Da steht der Seppl von seinem Sitz auf und greift sich an der Giebelwand entlang.

»Gib her die Hand,« sagt das Harfenweibl, »ich will Dir derweil meine Augen borgen auf das Stückl Weg. Willst was?«

»Die Gitarr möcht' ich,« sagt der Landfahrer, »fei nachschauen, ob sie dem blinden Manne nicht gram geworden ist.«

»Die zwei fangen an, sich nit schlecht in einander zu schicken,« sagt der Zachenhesselhans.

Auf dem Fichtenwipfel setzt eine Zippe ihre Silberflöte an. Der Alte aus dem Zechenhause wendet den Kopf danach. »Du,« sagt er, »auf Dich hab ich einen Mai und einen Sommer lang gepaßt; aber Dein Häusl im Wald hast mir nimmer verraten.«

Es ist ganz still. Nur die Fliegen blitzen durch die blanke Sonne droben in den Wipfeln, und ist ein sanftes Wehen im Sommerwald.

»Blas ein bißl, Vögerl! Jetzt kann Dir der Zachenhesselhans fei nit mehr an die Kleinen. Aber nächstes Jahr, wenn wir zwei noch das Leben haben, Vögerl, da wirst dem Zachenhesselhans einen Jungen für sein einsames Stübl im Wald vergönnen, gelt?«

Ueberdem kommen die Musikleute wieder um die Ecke vom Zechenhäusl. Der Landfahrer hält kosend das Spiel in den Armen, und das Harfenweibl leitet ihn am Aermel seiner Joppe.

»So,« sagt es, »nun setz' Dich, Mannl.«