»Will's der Helari nit verstehen, so werd ich's ihm nit brauchen zu erklären,« murmelt der Alte und guckt noch einmal die sechs Zeisighäuslein ab. »So, ihr bleibts hübsch daheim! Der Hans geht jetzt, dem Hans-Tonl das Haus mit bauen helfen.«

Die beiden gehen miteinander. Auf der Halde, die in einer sanften Wölbung von oben in den Fichtenwald sich hereinschiebt, bleibt der Zachenhesselhans stehen und schaut den Helari an. Zwischen den beiden Männern und dem Zechenhaus ist jetzt ein schmaler Keil Wald, der in der Talmulde bis da heraufgestiegen ist.

»Weißt Du, wie's heißt, wo wir jetzt stehen mitsammen, Helari?«

»Einen Namen wird ihm der Hans-Tonl geben müssen,« antwortet der Helari.

»Einen Namen hat der Hans vom Zechenhäusl justament gefunden: das ›Stachelschwein‹.«

»Waas?« fragt der Mann von der Unruh, »jetzt – auch ein Stachelschwein hätten wir?«

»Weil fei so viel Borsten daraufstehen,« hebt der Zachenhesselhans an.

»Ich hab mich meintag geärgert über das Stückl Land – liegt faul da wie ein Zigeuner. Ein lumpig bißl borstig Gras macht's in jedem Sommer, und es könnt einer seinen Kopf wetten: es ist noch keine Sense darübergegangen, seit sich's dahingelegt hat. Wenn einer doch einen recht hundsmiserabligen Namen erdenken könnt für das bißl faules Land! hab ich immer gedacht, wenn ich darüber bin. Und justament heut, wo mir gleich früh der Grünetz is flöten gegangen ins Waldland, heut muß mir das noch einfallen.

Darauf tu ich mir eins zugut, Freundl! Seitdem ich weiß, daß Menschen in der Welt herumlaufen – hat einer sogar gemeint: die meisten – denen das ganze Leben lang nit das geringste bißl einfallt, seitdem, Mannl, tu ich mir etwas zugut darauf. Ja, so sag einmal, Helari, is Dir denn schon Deitag auch was eingefallen?«