»Wenn's beim Hans-Tonl seinem neuen Haus ›Die Hölle‹ heißt, dann wollt ich justament in die Hölle fahren. 's muß einer doch nachschauen, wie's steht daherunten.«

Wie das Fanele also geredet hat, hebt der Zachenhesselhans ein Lachen an, das in alle Talmulden hineinrennt. Die Holzschuh wirft er auf das Gras und schlägt sich mit den flachen Händen auf die Lederhosen, hinten und auf den Schenkeln. – Das Fanele steht steckensteif in der Sonne und schaut gegen den Zachenhesselhans.

»Jetzt, bei dem Alten ist ein Rädl locker oder er ist ›tiefsinnig‹ geworden.«

Wie dem Zachenhesselhans über dem Lachen der Atem ausgegangen ist und er wieder Luft schöpft, lacht das Echo im Wald immer noch weiter.

»Zachenhesselhans, jetzt hast den Widerhall im Wald so munter gemacht, daß er fei nimmer zur Ruhe kommt.«

»Macht nix, Madl, so mag er dasein und den Leuten vom Waldland erzählen: das ist dem Zachenhesselhans sein Lachen, das er gelacht hat, wie das Fanele von der Unruh die Höll' entdeckt hat.«

Darauf überlegt sich das Fanele, ob sich's wieder das Röckl zusammennehmen, auf die Fersen setzen und auf den glasglatten Pantoffeln aus der Nähe des wildgewordenen Waldmannes fliehen soll. Weil der sich aber ganz fromm in das Gras setzt und ihm so viel lachender lieber Frohmut aus dem Herzen in die Augen fliegt, bleibt das Fanele noch ein wenig stehen, ist aber fei immer auf dem Sprung und denkt:

»Es muß einer doch noch ein bißl gucken! Die Sonn' wird's doch nicht etwa gemacht haben, die mit dem Zachenhesselhans die Tage her so viel heiß auf den Dachsparren gehockt hat, weil sie dort unten nicht hineinlaufen kann in den finstern Wald?«

Wie es so gegen die Halde schaut, sieht das Fanele: der Zachenhesselhans sitzt dort wie ein Mensch mit seinen fünf gesunden Sinnen. Er legt die Holzschuh neben sich ins Gras, rückt sich die Kappe ein wenig herein in die Stirn, damit die Sonne an dem Schirm abprallen muß, und tut sein Lederbeutlein mit dem Tabak aus der Tasche. Nur ein bißl stark schnaufen hört das Dirnl den Zachenhesselhans, just wie einen von den Stadtleuten, wenn er die Halde emporgestiegen ist. Einer aus dem Waldland schiebt sich fein gemessen empor und denkt bei jedem Schritt: wer langsam geht, ist schneller oben. Das Schnaufen wird von dem Lachen sein, das gar so viel laut gewesen ist, überlegt sich das Fanele.