»Die nennen sie auch die Sumpfheidelbeere. Wenn der Name, den die Gelehrten gefunden, diesmal nicht dumm ist, so müßt' hier ein Wasser stecken im Stein.«

Der Zachenhesselhans räumt mit dem Häcklein das Trunkelbeergebüsch fort.

Ein Falke schießt quer über die Grashalde, tief, fluchteilig. Die Kühe schreiten, die kurzen Halme rupfend, an der Lehne hin.

Rechts von der Steinnase hat der Zachenhesselhans ein Häuflein aufgeworfen und links auch eins. Der Stein unter der flachen Grasnarbe ist verwittert; deshalb vermag ihn das Häcklein zu spalten. Wie der Alte wuchtet und einen kopfgroßen Block aus dem Grund hebt, drängt sich drunten ein Tropfen aus dem Spalt – und noch einer.

Der Zachenhesselhans wartet – da ist schon ein ganzes Näpflein voll zusammengeronnen. »Hans-Tonl, wir haben ein Wasser!

Jetzt – da muß einer mit der Spitzhacke in den Stein und einen Schacht schlagen für die Röhre, die hineinkommt.« – Mittlerweile hat das Wässerlein im Stein einen handtellergroßen Spiegel bekommen. »Das ist genug für das erste Mal. Morgen fragen wir noch einmal an.«

Nicht lange nachher hat der Zachenhesselhans auf dem Stachelschwein mit dem Tonl geredet. Und jetzt, wie der blaue Duft des Abends über dem Walde steht und die Nebelschwaden aus den Hauen lautlos und weiß sich herausspinnen, hat der Alte einen mannslangen Fichtenstamm zwischen Eisenklammern gelegt, die sich darein verbissen haben, daß der Stämmling sich gar nicht mehr rühren kann, und macht sich daran, die Röhre zu bohren.

Wie er schon fußtief hinein ist in den Stamm, kommt der Hans-Tonl vor das Zechenhaus, das Werk anschauen. Und der Abend setzt sich still neben die beiden.