Das Harfenweibl, wie sie das sieht, hat dem Seppl einen Augenblick die Hand losgelassen.

»Da schaut hin,« hats gerufen, »das ist fei eine gute Vorbedeutung. Wenn's in die Brautkrone regnet und der Sonnenschein fallt hinein, da gibts immer ein volles Kästlein in der Höll. Das Mehl im Katt wird nit alle und dem Krüglein mag's nicht an Oel gebrechen.«

»Nur daß derselbige Sonnenschein ein Eichtl weit weg ist von der Brautkrone,« sagt der Zachenhesselhans.

»Jetzt – das Waldmannl find't fei immer etwas, das nit stimmt,« ruft das Harfenweibl und wirft dem Zachenhesselhans einen Blick zu, der ihm noch mancherlei klar macht.

Und wie sie miteinander vor das weiße Haus am Waldsaum kommen, schau'n unter der Türschwelle drei Zipflein Rasen hervor, sind an dem oberen Türbalken mit Kreide drei Kreuze gezogen.

»Schau, schau!« Der Zachenhesselhans hat auch das wahrgenommen. »Da hat einer heimlich den Hexen das Handwerk gelegt. 's ist eh keine Gefahr! In der selbigen Höll hat fei nur der Herrgott mit seinen Engeln etwas zu schaffen.«

Vom Wawrl erhält der Zachenhesselhans einen frohen Blick, weil er solches gemeint hat.

Aber auch die Resl von der Unruh, die die Kreide und das Gras unter der Türschwelle hat weihen lassen in der St. Annakirche zu Gottesgab vom Priester, damit beides recht kräftig sei, bekommt ihren Dank vom Wawrl.

Die Gabi, die still vor dem Ofenloch kauert und ein prasselndes Reisigfeuer hineingelegt hat, zerdrückt sich eine Träne im Auge: sind zwanzig Jahre darüber hingegangen seit sie selber das Kränzl hat getragen. Und nun schläft der Ihrige schon und fei ein so viel grausames End' mußt er nehmen, der Hachtl!