»Gib her die Gitarr und Du geh tanzen! Hernach: wenn der Zachenhesselhans einen Dreher riskiert, wird der Peterl auch einen wagen.«

Der Alte, der so vergnügt in den Tag schaut, wartet noch ein Eichtl.

»Bis der Helari nimmer schnaufen kann, Peterl,« sagt er. – Und wie der Helari sich wirbelig gedreht, ruft er:

»Komm her, Fanele! Machen wir einen!«

Jetzt: wenn die Leutln nicht so laut sein wollten, tät man die Flammen im Ofen lachen hören.

So fängt der Zachenhesselhans zu tanzen an. Wie das Fanele merkt: es wirbelt herum wie in den Armen eines Jungen, und wie ihm das rote Röckl fliegt gleich einem Kreisel aus loderndem Feuer, tut der Zachenhesselhans einen Juchezer, wie der Hans-Tonl, wenn er das Wawrl auf der Bergwiese weiß.

»Leutln,« ruft er, »jetzt – um vierzig Jahr rückwärts hab ich mich getanzt, mitten hinein in die Jugendzeit! Und jetzt: machts einen Stampfer, einen richtigen, zu sehen, ob's Häusl hält!«

So machen die drei auf der Ofenbank einen Stampfer, einen richtigen, und der Zachenhesselhans und das Fanele auch, – so einen, den sie justament tanzen können auf den neuen Dielen in denen der Staub der Zeit sich nicht eingenistet.

Und der Zachenhesselhans schlägt die Nagelköpflein seiner Schuhsohlen alle hinein in den neuen Fußboden. Macht nix. Der Hans-Tonl heiratet das Wawrl nur dies eine Mal. Heut muß alles hin sein, hin wie gestern nacht die irdenen Töpfe, die sie haben zu Scherben geworfen an dem Türstein vom Sonnenwirbelhaus, alles hin und wenn's selber die Steifheit in den Beinen wär, mit der sich die sechzig Jährlein fei gar so viel Mühe gegeben haben, daß sie die endlich doch zuwege gebracht.