»Waas?« fragt der Alte und tritt näher an die Türschwelle.

»Einen Schuh länger bist, als der Hans und sagst: das is nix? Jetzt, wie soll einer denn das verstehen: mich selber?«

»Weil ich roden geh' in den Wald und auch bald ein Holz rucken, so hab' ich gemeint: aus dem Zechenhaus ist der Schmied-Seff-Pepp hinaus, so wird der Franz einen Platz haben. Ich tät Dir gern ein paar Kreuzer zahlen die Zeit fürs Schlafen, Hans.«

»Wegen meiner, solang Du magst. Aber: wie kommt denn der Kathlfranz dazu, Stöcke zu roden und ein Holz zu rucken? Ich mein', er hat zu einer Kapelle »Tiroler Sänger« gezählt und ist weit fortgewesen von hier?«

»Fei so viel Sehnen hat er gekriegt und heimgekommen ist er. – Was schaust einem denn da so fest in die Augen, Zachenhesselhans?«

»Du, Franzl, ein Sehnen ist Dir gekommen? Wonach denn, wenn einer fragen darf?«

Der Zachenhesselhans schaut empor an dem braunen Gesellen, dem sich das Bärtlein so keck über der Lippe kräuselt und dem die Augen so heiß unter der Stirne hervorblitzen.

Aber der sucht etwas am Grund oder er hat halt eine Freud' an dem zitternden Tau, der an dem Gras hängt, das zwischen den Fliesen heraufschaut.

»Franzl, warum bist denn auf einmal fortgewesen vor zwei Jahren? Weil die Winterkathl, was Deine Mutter is gewesen, gestorben ist? Sind Dir nit die Förster auf den Fersen gewesen, Franzl?«

»Wer? Die Förster?«