Davor wurden ihre Augen weit, und sie liefen mit schauerndem Behagen am Wunderlichen in das dämmerige Land dieser Seele.

Aber sie scheuten sich, das letzte zu sagen, und gerieten darüber wieder ins Forschen: wenn sie den Sohn nun für sich haben wollte, ob sie meinte, daß man ihn ihr gäbe? Er wäre doch nun ein Mensch geworden, der ihr ganz ferne gerückt sei mit seinen Gewohnheiten und seinen Kenntnissen.

»Oh,« sagte die Zigeunerin, »ich will nicht sein Glück zerstören, sondern ich will es erfüllen.«

Da redeten die Wirtsleute in der breiten Mundart ihres Landes miteinander.

Die Frau war voll Mitleid und sagte:

»Man muß ihr den Weg zeigen!«

Aber der Mann widersetzte sich:

»Sie wird die Geschichte von den Wahrsagerinnen erfunden haben; sie will sich in das fremde Haus stehlen und dort einnisten, und man wird uns die Schuld an allem zumessen, was daraus hervorwächst …«

Dann beschrieben sie ihr den Weg aber doch, der sie über das Gebirge führte, und nannten ihr den Namen des Dorfes und sagten, sie müsse zum Gemeindevorsteher gehen und den Ohrring zeigen – es würde sich dann schon alles finden.

Danach ging die Zigeunerin fort und wanderte durch den tiefen Schnee des Waldes und lief einen weiten Weg in dem Dämmerlichte, das zwischen den Stämmen der hohen Fichten lag; denn die Bäume trugen ein Dach aus Schnee.