»Angenehm. Auch Maler?«

»O nein, ich bin Schriftsteller. Darf ich Ihnen für wenige Augenblicke in das grüne Idyll folgen? Ich interessiere mich dafür – man kann Sie ja wohl darum beneiden.«

»Das wohl!« sagte Jockele. – Sie schritten über das Gras, das unter den schon schattenden Obstbäumen noch morgenfeucht war.

»Sie haben ja einen romantischen Einzug in die Welt gehalten,« begann Hartwig, »und wollen es im Leben zu etwas bringen, hm?«

»Ich hoffe.«

Sie waren eine halbe Stunde beisammen, und als sie wieder vor der Pforte im Zaune standen, kam Doris Rinkhaus den Gartenweg daher und ein Paar aufdringliche Männeraugen begegneten ihr.

»Was hatten Sie denn für einen Herrn in Ihrer Gesellschaft?« fragte sie später. Sie ließ es sich berichten …

»Er hat unehrliche Augen,« sagte sie – »solche, die gern um die Ecke gucken. Und wissen Sie, derartige Koketterien wie die dünne silberne Uhrkette um den Hals, die große Silbermünze mitten auf der Brust, und dies Spazierstöckchen neben so mächtigen Gliedern – so etwas wirkt auf mich einfach peinlich.«

»Aber liebes Fräulein Rinkhaus …«