In den Wald gelaufen? Na!

»Jo,« sagte Do, »ich werde nun doch ein bißchen ängstlich.«

»Ach lieber gar – das gescheite Mädel.«

»Ich kenne das,« sagte Do. »Sie redet mit Schmetterlingen und Vögeln und mit blitzenden Bächlein; sie versteht ja all diese Sprachen von ihrem Papa her …«

Keine drei Minuten vergingen, so hatte der Herr Salzer seinen grauen Zylinder aufgestülpt, griff in der Hast nach Tante Veronikas Krückstock, der da am Tisch im Kurgarten lehnte, und hüpfte hinter Do und Jo den hohen Steig entlang gegen den Waldrand.

Es schwammen Schmetterlinge in der Mittagssonne – Heidi nicht.

Es sangen Drosseln, es sangen Grasmücken – Heidi nicht.

Es plauderte ein Bächlein zwischen den Blütenköpfen dahin – Heidi nicht.

»Heidi! Heid – di! Heiei – diih!«

Ja, vor einer kleinen Erdenfrist war die Heidi dort gewesen! Man konnte noch die Füßchen im Grase sehen. Aber da kam ein Schwalbenschwanz am Waldrande daher gesegelt – es war, als schwämme er auf der Kurmusik, die man ganz traumhaft bis hier herauf hören konnte.