Das ließ sich sehr hübsch und nüchtern an und stimmte mit der Rechnung Johnnys Punkt für Punkt. Er setzte sich zu ihren Füßen in das blühende Gras und half ihr bei der Betrachtung des Bildes. Sie kniff das linke Auge zu: »Da rechts, in den Firnenschnee, muß noch ein kobaltblaues Licht – der Firn ist um sieben Grad Celsius zu warm,« sagte sie, sprang auf und strich die fehlende Kälte auf das Bild.

Über allem schien es dem langen Johnny: Gwendolin würde ihm nach dem Mahle nicht die nötige Muße zu seinem Vorhaben lassen.

»Sie, sind die Eier hart?«

»Hm,« sagte er. – Es war nun doch ungeheuer schwierig. Gwendolin ballerte am Stein schon das zweite Solei auf. »Wie weit sind Sie gekommen?« fragte sie zwischendurch.

»Ah,« sagte er gefaßt, »bis zu dem Entschlusse, den Ruhm im Stiche zu lassen, der mir in meinem Vaterlande so unverdient zugefallen ist.«

»Und wie gedenken Sie das fertigzubringen?« forschte sie in belustigter Neugier.

»Ich will für einige Zeit mit Ihnen nach Deutschland gehen. Es wäre mir am liebsten … ich meine: was sagen Sie dazu, wenn wir uns einander nahe blieben, so ganz nahe … wenn wir gewissermaßen einen eigenen Herd gründeten?«

Gwendolin biß in das Ei. »Wir – zwei? … Mensch, hat Ihnen denn die Sonne das Hirn geröstet?«

Johnny schnellte mit einem Satze von dem blühenden Rasen zu seiner ganzen Länge empor – es war zu vermuten, er hätte sich auf eine Giftschlange gesetzt. Gwendolin zuckte zusammen: er sah aus, als wollte er sich nun auf sie stürzen. Aber sein Herz war von einer unfaßbar versöhnlichen Stimmung. »Ich danke,« sagte er. »Es ist nicht nötig, daß Sie noch stärker gewappnet aus sich heraustreten; an einem Kampf bis zum sogenannten bitteren Ende liegt mir nicht das geringste.«