»Und die Bilder?«
»O, die hab' ich aus alter Gewohnheit als Zahlungsmittel benützt. Für eins hab' ich ein Roastbeef eingetauscht, für ein anderes eine Flasche Kognak. Zwei hab' ich dem Dolmetscher gegeben. Den Rest hab' ich um einen Pappenstiel verkauft, so unter der Hand, wissen Sie, beim Tandler oder dem Antiquitätenhändler.«
»Wissen Sie noch einen von den Läden?«
»Wie soll ich?« rief er. »Sie, das Malen ist eine verdammte Kunst! Ich glaube, ich geb's auf. Prosit! Und es lebe die nußbraune Gwendolin!«
Johnny erhob zwar sein Glas, aber das Gespräch leitete er hartnäckig zurück zu Henrik Toftes Geschichte. »Sagen Sie, Meister, wie sind Sie eigentlich auf die Idee mit dem Schachspiel gekommen?«
»Schicksal!« sagte Tofte. »Ich kenne jetzt drei Kaffeehäuser, in dem Deutsche, Schweden oder Norweger die Partie um die Zehnpfundnote spielen. Da geh' ich abwechselnd vor Anker, verfolge Zug auf Zug, und auf dem toten Punkt springe ich ein. Immer geht das natürlich nicht, wissen Sie. Aber dreimal ist es mir geglückt in dieser Woche – sind dreihundert Mark!« Er ließ noch eine Flasche Sekt kommen. »Ich spare nämlich jetzt, sag' ich Ihnen. Und wenn ich zwölfhundert Mark habe, schüttle ich den Staub Englands von den Füßen und gehe nach Rom. Jawohl, nach Rom.«
»Malen?«
»Das heißt: wenn ich es bis dahin fertiggebracht habe, meinen Schwur zu brechen, daß ich keinen Pinsel mehr anrühren wollte.«
»Aha,« sagte Johnny.
»Warum aha?«