»Weil Sie einer von denen sind, die – wenn sie ohne Arme geboren – dennoch Maler geworden wären … Sehen Sie, von mir kann ich das nicht sagen.« John Williams hatte die Lider gesenkt und folgte mit den Augen der Spitze seines kleinen Fingers, die allerhand Figuren auf der Marmorplatte des Tisches beschrieb. Johnny war sehr nachdenklich.
»Haben Sie Ursache zur Reue?« fragte Tofte. »Haben Sie eine moralische Anwandlung? Bedrängt Ihr Herz eine große Tat? Lieben Sie unglücklich?« Er wartete aber nicht auf Antwort, sondern setzte hinzu: »Mit derlei Ballast schlepp' ich mich überhaupt nicht.«
»Ich finde, daß wir uns vortrefflich ergänzen, Meister.«
»Diese Wahrnehmung gehört für mich schon der Vergangenheit an!« lachte das »große Licht«. Dabei strahlte er, als wäre just er dazu ausersehen, der Erde den Frühling zu bringen.
»Übrigens: was hat Sie jetzt nach London geführt?« fragte Tofte unvermittelt.
»Ich bin auf dem Wege nach Glasgow. Je nun, man hat etliches zu bestellen, wenn man der Heimat voraussichtlich für lange den Rücken kehrt …«
»Holla – la – la!« machte Tofte.
»Hm,« sagte Johnny und schaute nicht auf. »Ich muß loskommen von James King. Er ist kein unebenes Talent. Ich auch nicht. Aber wir sind beide nicht stark genug, um faul sein zu dürfen. Er ist ein Mensch, der seine Freunde mit in den Abgrund reißt. Meister, ich werde nicht mehr in den Hardanger Fjord zurückkehren. Ich möchte später einmal nach München. Was meinen Sie dazu, wenn ich vorerst mit Ihnen nach Rom ginge?«
»Hurra!«