»Wenn es Ihnen nicht zu dunkel wird, Fräulein Kordula?«
»Ach Unsinn!«
Da wanderten sie miteinander ein Stück das Horn entlang und bogen dann rechts in den Pfad zwischen den Gärten, der unter die Kastanien des alten Schießstandes führt. Es war nun schon recht finster geworden unter dem tiefhängenden Frühlingslaube. Kordula stieß an einen Stein.
»Es sind wohl gar Stiegen in diesem Wege?«
»Ja,« sagte Meyer, »wenn Sie erlauben, könnte ich Sie vielleicht führen?«
»Wenigstens über diese holperige Stelle.«
»O, holperig sind hier alle Stellen,« sagte er.
»Und finster ist es.«
»Für mich kann es gar nicht finster genug sein, Fräulein Kordula, ich lebe dann eine Art gesteigertes Dasein, und es fällt mir darüber furchtbar viel ein.«
»Ja? Ich habe gehört, Sie machen Ihre besten Sachen im Finstern, Herr Meyer.«