»Jawohl,« sagte er; »denn erstens spart man dabei Licht. Na, und überhaupt …«
Sie gingen den ganzen Schießstand lang. Sie kamen auf einen Feldrain. Sie kamen in das Kastanienwäldchen. Und sie kamen nach Oberweimar. Da fand Kordula, daß es sehr weit wäre, bis zu Meyers Gartenhaus. »Ach,« sagte er, »da sind wir ja gleich anfangs vorbeigekommen! Doch – es war so schön … Ich habe ja noch nie das Glück gehabt, eine junge Dame zu führen, Fräulein Kordula.«
Da lachte sie. »Mein Gott, ich wollte aber Ihr Häuschen sehen! Und Sie sagten doch, in der Nacht fielen Ihnen immer die schönsten Dinge ein?«
»Erstaunlich schöne Dinge, Fräulein Kordula …«
Bis dahin war es ein bißchen dürftig zwischen ihnen gewesen; denn Erich Meyer berührte die Erde nur mit den Fußspitzen. Kordula Gunkel dachte: »Was ist er für ein lieber unbeholfener Träumer! Er fällt immer tiefer hinein in den Himmel. Ich glaube, wenn ich ihn nicht festhalte, verläuft er sich hinter seinem Glücke her.« Darüber fiel es ihr auch ein: der Hausschlüssel wäre der Gwendolin wohl nun ein Sinnbild gewesen und Erich Meyer wüßte vor lauter Freude wirklich nicht, wie man so etwas mache.
Aber solch ein Unterricht ist furchtbar schwierig …
»Es ist himmlisch, Fräulein Kordula.«
»Woran merken Sie denn das?«
»Es sind mir herrliche Dinge eingefallen auf diesem Wege.«
»Sie sind sehr selbstsüchtig, Herr Meyer – nun ja, weil Sie all die schönen Sachen für sich behalten!«