von der Kritik als hervorragendes Werk bezeichnet.
Es ist eine farbenprächtige, doch von jeder Ueberschwenglichkeit freie Schilderung, die er in Ilse von Isensee gibt, einem Vollweib an Körper und Geist, das in edlem Streben und im Kampfe mit den konventionellen Lügen der Gesellschaft aus ihrem Leben »etwas Lichtes, so eine Art Kunstwerk« machen will, um dessenwillen es sich lohne, all das Häßliche zu tragen, welches das Menschendasein mit sich bringt. Die Sehnsuchtsgedanken der Heißblütigen nehmen etwas eigentümlich Renaissancehaftes an und streifen manchmal scharf an der Grenze der Sinnlichkeit entlang. Für sie ist das große Rätsel des Lebens gelöst, wenn sie ergründen und finden kann, was die Welt zusammenhält, die Liebe. Im ganzen betrachtet aber, ist Schirokauers »Ilse Isensee« ein Werk, das verdient, aus der Romanflut unserer Tage gerettet zu werden.
Vossische Zeitung, Berlin.
Soeben erschienen:
Fred Schirokauer:
Satan, Roman
broschiert Mk. 3,50 / gebunden Mk. 5,--
Stefan von Kotze: