Fußnoten

[1] Zur Geschichte der bakteriologischen Wissenschaft vgl. besonders: Loeffler, Vorlesungen über die geschichtliche Entwicklung der Lehre von den Bakterien. Leipzig 1887.

[2] Näheres über die Urzeugung s. bei Gutzeit, l. c., S. 16 ff.

[3] Näheres siehe bei Gutzeit, S. 22 ff.

[4] Die Einrichtung unserer modernen Mikroskope ist recht kompliziert und mit wenigen Worten nicht zu erörtern. Eine Einführung in die Konstruktion und Verwendung des Mikroskopes findet sich in Bd. 36 dieser Sammlung: Scheffer, Das Mikroskop.

[5] pathogen = krankheiterregend von griechisch πάθος = die Krankheit, Stamm γεν = erzeugen.

[6] Wir müssen hier mit einigen Worten die Zusammensetzung des Blutes und die wichtigsten Eigenschaften seiner Bestandteile besprechen. Das Blut besteht aus einem flüssigen Bestandteile, dem Plasma, und sehr zahlreichen kleinsten runden Scheibchen, den sogenannten roten Blutkörperchen, die das Hämoglobin enthalten, den roten Farbstoff, der die schöne rote Farbe frischen Blutes bewirkt. Diese Scheibchen sind außerordentlich klein: 1 cbmm, also ein Bluttröpfchen, das kaum größer ist als ein Stecknadelkopf, enthält 4–5000000 davon. Mit Hilfe sehr feiner Meßapparate hat man den Durchmesser eines solchen roten Blutkörperchens des Menschen gleich ungefähr 7 µ bestimmt. Außer den roten enthält das Blut in viel geringerer Zahl noch andere zellige Elemente von etwas verschiedenem Charakter, die im Gegensatz zu jenen farblos sind und als weiße Blutkörperchen (Leukocyten) bezeichnet werden. Sie sind zum Teil ein wenig größer als die roten Blutkörperchen und besitzen ebenso wie niederste tierische Lebewesen, z. B. die Amöben, die Eigenschaft selbständig ihre Gestalt zu verändern und besonders auch kleine körperliche Elemente, die in ihr Bereich kommen, in ihren Zelleib aufzunehmen.

[7] Kübler, Geschichte der Pocken und der Impfung. Bibliothek von Coler. Bd. 1.

[8] Der technische Ausdruck für diese Einverleibungsmethoden lautet: parenteral, was aus dem Griechischen etwa zu übersetzen wäre: unter Vermeidung des Darmweges.

[9] Eine eingehendere gemeinverständliche Darstellung dieser höchst interessanten Phänomene von Prof. Duerck wird demnächst in dieser Sammlung erscheinen.