Wanderzeit: 5¾ Std.
Ausgangspunkt: Bahnhof Jahnsbach, Linie Chemnitz–Aue. In Meinersdorf umsteigen!
Vom Bahnhof auf rot-gelb bezeichnetem Wege nach den Greifensteinen. (Siehe [26 a].)
Von Wegtafel 186 folgen wir den blau-weißen Marken durch den Pochwald hinab in das Greifenbachtal. Links die Ruinen eines verfallenen Pochwerkes. Vor uns die eiserne Bahnbrücke der Bahn Ehrenfriedersdorf–Geyer. Auf einer kleinen Brücke den Greifenbach überschreiten. Rechts hinauf zum Schlegelberg. Aus dem Walde heraus, bald aber wieder hinein. Links ein Denkstein an zwei vom Blitze erschlagene Personen. Nun zur Walthershöhe.
Berggasthaus, 697 m hoch gelegen, Aussichtsturm.
Die Aussicht ist ganz prächtig! Nun auf bezeichnetem Wege nach Geyer.
Stadt mit 5400 Einwohnern, 605 m hoch gelegen. Früher Zinnbergbau, jetzt hauptsächlich Posamentenindustrie. Am Markte eine Postsäule aus dem Jahre 1730. Der Kirchturm birgt die große Prinzenglocke, die durch das Sturmläuten beim Prinzenraub gesprungen sein soll, sie wurde 1539 umgegossen. In der Kirche das Grabmal Hieronymus Lotters, des Erbauers des Leipziger Rathauses und der Augustusburg, er starb hier 1580 als Besitzer des Lotterhofes, des ehemaligen Rittergutes. Auf dem Friedhof liegt Evan Evans begraben, der 1844 verstorbene Begründer der Maschinenspinnerei in Sachsen, seine Fabrik befand sich im nahen Siebenhöfen. Sehenswert ist die große Binge, 10 Minuten vom Markte, durch Zusammenbrüche des Zinnbergwerks 1704 und 1803 entstanden. Sie ist 70 m tief, 200 m lang und 160 m breit. Es sind noch die Spuren früherer Strecken, Abbau- und Fördergänge zu erkennen. Seit 1906 hat man den Abbau von Zinn und Wolfram wieder aufgenommen.
Vom Markte geht man nun aufwärts auf der Straße nach Schönfeld. Hinter dem Roten Vorwerk biegt die Straße nach rechts. Bald zeigt links ein Wegweiser einen Weg nach Ehrenfriedersdorf. (Siehe [26 a].)
Die Straße gerade durch die Stadt. An den Gifthütten vorüber in das Mühlholz. Die Straße teilt sich: links aufwärts. Am Waldschlößchen vorbei. Es folgt rechts an der Straße ein eisernes Denkmal, das an das letzte Gefecht des 30jährigen Krieges auf sächsischem Boden, 25. Januar 1648, erinnert. Der Grund führt noch heute den Namen »Elendswiesen«.
Etwas aufwärts nach Thum. (Siehe [26 b].)