Se hatten sich in ganzen Winter när e enzigs Mol gesahe, dos war in erschten Vergnügn von »Liederkranz«. Do hatt der Fritz emol mit der Paula getanzt. Die Folg dervu war, daß der Bruno mit sein Leiten of kä Vergnügn mehr ging, un daß der Oskar sein Gung e paar Schalln aabieten tat. – –

Der Winter war verbei un de Leit finge wieder aa, in ihrn Gartle ze arben. Im derer Zeit ging mit dan gunge Leiten e Verändering vir. Se macheten, wu se när konnten, gegn de Alten Rebelliu. De Paula tat dervu reden, daß se in Dienst giehe wollt, un der Fritz saht zu sen Voter, daß er für sich afange wollt. Wos de Weiber warn, die schiene egal of der Seit von ihrn Kinern ze stiehn.

Dan Mannern ihre Laune wur natirlich dodorch net besser. In Garten naus kam keener, 's kam en richtig vir, als wenn sich jeder graue tät.

Der Bruno mußt oder doch emol noch sein Bienern sahe. An Ustersonnabend machet er sich naus. E paar Krokusseln warn schie raus, aa e Veilchenstock hatt schie e paar Blüten. Ne Bruno warsch, als wenn er dan alten Bratterzaun hätt' wagreißen solln; ar dacht an die schiene Zeit in viring Gahr, wu se hatten ne Garten baue wolln. Ar war seit dan Streit net mehr racht fruh gewurn. Wenn der Oskar geleich dogewasen wär, war weß, ab's net geleich wieder zor Enigket komme wär.

Ar war abn emol nei in seiner Laub gange, do kam e Madel draußen ne Wag har, un wie er genauer hiesog, warsch seine Paula. »Nanu«, dacht er, »was hoot dä die itze hierde ze suchn?« Un er gab ken Laut von sich un tat aufpassen. 's tat net lang dauern, kam de Paula an Zaun naa. Un – sollt mersch dä fir meglich halten! – do kam von Feldschlössel runer e gungs Berschel, – mei Schindler-Fritz! Ne Bruno tat nu natirlich interessiern, wos warn sollt.

Oder die gunge Leit liefen an Zaun hie, gucketen sich erscht e fei paarmol im, öbs aa niemand sahe tat, un dann knallets of emol, als wenn äs en rachten Schmatz kriegt. Wies noch e paarmol esu geknallt hatt, do trat of emol mei Bruno aus der Laub raus.

Die gunge Leit warn esu derschrucken, daß de Paula geleich aa ze heiln fing un der Fritz vir lauter Angst net wußt, wos er sogn sollt. 's kam ne oder vir, als wenn der Bruno gar net racht wild drüber wär, un desderwagn nahm er sich e Harz un hoot ne Bruno gesaht, wos an darer Stall hiepasset.

Der Bruno wußt aa net racht, wos er sogn sollt. Ar war ne Fritz meitog net gram gewasen; vielleicht dacht er aa, dos wär e Gelangheit, doß alles wieder in Ordning käm. Ar wullt abn afange ze reden, do sog er, weß der Hole, von weiten ne Oskar komme. Fix saht er zu dan gunge Leiten: »Marsch fix nei in meiner Gartenlaub, Fritz, dei Vater kimmt!«

Ne Fritz war, als regnets in Dezember, esu kalt lief'sn ne Buckel nuner. Ar sah oder ei, daß dos an besten wär un zug sei Paula hiner sich haar nei in der Laube.