c) BurgstädtBrauselochtal (60 Min.) – Rochsburg (30 Min.) – Höllmühle (45 Min.) – Burgstädt (60 Min.).

Wanderzeit: 3¼ Stunde.

Ausgangspunkt: Bahnhof Burgstädt.

Rechts die Bahnhofstraße abwärts. Beim Kriegerdenkmal links durch die Augustus- und später Albertstraße. Rechts zum Markt, durch das Turmtor, über den Friedhof, die Stufen abwärts nach Burkersdorf, mit Burgstädt eng verwachsen. Die Dorfstraße rechts hinab nach Heiersdorf. Am Gasthaus »Zur Quelle« vorbei. Nach Verlassen des Dorfes rechts beim Gebüsch zeigt ein Wegweiser rechts: »Brauselochtal«. Dieses, anfangs ein heiteres, waldumgebenes Wiesental, verengt sich und nimmt durch seine grotesken Felsbildungen einen wildromantischen Charakter an. Wir gehen über zwei Stege. Hinter dem zweiten rechts ein Stolleneingang, ein Überrest des in alter Zeit hier betriebenen Bergbaues. Endlich kommen wir im Muldental an, an dieser Stelle hervorragend schön. Wir wandern links, stromaufwärts. Von waldumrauschter Höhe grüßt die prachtvolle Rochsburg, ein steinerner Zeuge aus Sachsens Vergangenheit. Nach Überschreiten des Drahtseilsteges (Brückengeld!) rechts am Ufer entlang, später ansteigend. Wegteilung: rechts hinauf zum Gasthof zur Rochsburg, mit schönem Garten am Eingang der Rochsburg.

Die Rochsburg ist die besterhaltenste Ritterburg Sachsens aus dem 12. Jahrhundert. Ihr Name stammt aus dem Slavischen und rührt von ihrer Lage her (roh = Horn, Felsvorsprung). Urkundlich bereits 1200 erwähnt, gelangte sie im 16. Jahrhundert in den Besitz der Herren von Schönburg. Der jetzige Besitzer ist Graf Joachim von Schönburg-Glauchau. Starke Mauern mit Zinnen und Türmchen, ein in den Felsen gehauener tiefer Graben, über den eine Zugbrücke führt, schirmen die Burg. Die Besichtigung ist, in Abwesenheit der Herrschaften, gegen ein Trinkgeld an den Kastellan gestattet. Durch das mit Wappen gezierte Tor gelangt man in den Zwinger, der von einer alten mit Schießscharten versehenen Ringmauer eingefaßt ist. Ein zweites Tor öffnet uns den äußeren Schloßhof, in welchem sich der 25 m hohe Turm, der früher als Pulverturm diente, erhebt. Auf einer breiten Treppe gelangen wir zum Schlosse, das eine Anzahl sehenswerter Räume, wie Ahnensaal, Konzertsaal, Bibliothek usw. enthält. Die Schloßkapelle stammt aus dem Jahre 1500. Auf dem Hofe befindet sich ein 150 m tiefer Brunnen, von dem aus ein geheimer Gang ins Freie führt. Der 32 m hohe Hauptturm mit der Kuppel enthält das Burgverließ. Vor dem Eintritt ins Schloß geht man links den Promenadenweg in den Burggraben hinab. Im Graben, bevor man an den Felsendurchgang kommt, geht man rechts hinauf auf steilem Pfad zu einem angeblich 1000 Jahre alten Efeustock. Der herrliche Wald des Schloßberges ist zu einem öffentlichen Park geworden.

Zurück über die Drahtseilbrücke, am rechten Muldenufer rechts entlang. Wegweiser »Höllmühle«. Diesem folgend im Walde links aufwärts auf reizendem Wege zur idyllisch gelegenen Höllmühle, einem ländlichen Gasthaus mit Mehl- und Schneidemühle, zu Chursdorf gehörig. Ein Teich mit Gondelgelegenheit ist vorhanden. Aus dem Gasthause tretend links im Walde aufwärts. Die »wüsten Güter« bleiben rechts. Durch den Peniger Forst nach Burgstädt. Die Stufen zum Kirchhof hinauf, zum Friedhof. Zum Bahnhof wie eingangs beschrieben. Mit der Bahn nach Chemnitz zurück.

d) Von der Rochsburg über Lunzenau (45 Min.) nach Cossen (20 Min.).

Wanderzeit: 1 Std. 5 Min.

Ausgangspunkt: Gasthof zu Rochsburg.